Erdeed

Erdeed wurde seit 1726 mit Schwaben besiedelt. Die ersten Erdeeder stammen aus einer großen Gruppe, die von den Werbern Franz Settele aus Fienen und Kaspar Felber aus Maitingen geleitet wurden. Graf Alexander Károlyi traf sie in Pressburg an und ließ sie alle in Listen erfassen. Es waren 414 Personen, unter ihnen 38 Handwerker und 85 Kisten. Sie sollten in den bestehenden Gemeinden unterkommen, aber die Verwaltung beschloss schon einen Tag nach ihrer Ankunft am 8. Juli, auch Erdeed zu besiedeln. So kamen die ersten 44 Familien, darunter 7 Handwerker in Erdeed an. Sie bekamen die Parzellen zugelost und jeder von ihnen bekam auch einen Weingarten.

Das Zusammenleben mit den einheimischen Ungarn und mit den Beamten war nicht unbetrübt. Die Zahl der Siedler nahm deswegen stetig ab und auch durch neue Ansiedlungswellen konnte man der ständigen Migration nicht entgegenwirken. 1730 entstand auf  Wunsch der Erdeeder, getrennt von den Ungarn zu leben, das Dorf Bildegg. Einige Familien blieben weiterhin in Erdeed. Die nächste große Gruppe kam 1736 mit den Maitinger Anwerbern Christan Götz, Johann Feser und Jacob Egli in Erdeed an. 1736 kamen außerdem auch Franken in Erdeed an.

1737 wohnten 42 Ungarn, 192 Franken, 162 Schwaben und 24 Deutsche im Ort. Die Zahl der Franken nahm in den nächsten Jahren stetig ab. In 1747 lebten nur noch 37 Siedler in Erdeed. Der Graf Anton Károlyi wollte Erdeed wieder besiedeln und einige Maitinger erklärten sich 1768 bereit nach Erdeed überzusiedeln.  Auch aus der Breisgau kamen neue Siedler hinzu, sodass der Graf den Entschluss fasste, Erdeed ganz den Siedlern zu überlassen. Die Ungarn wurden nach Dobra un Géres umgesiedelt. Am Ende des Jahres 1769 wohnten 162 Bauern in Erdeed.

 

 

 

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